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Rezension: Das Mädchen und der Winterkönig | Katherine Arden

Werbung: Herzlichen Dank an den Verlag und das Bloggerportal der Verlagsgruppe Penguin Random House. 

 

Autor: Katherine Arden
Verlag: Heyne Verlag
Erschienen: 09. November 2020
Format: Paperback, Klappenbroschur

Seitenzahl: 480

 

Verlagsseite Amazon

 

(Tinas Rezension)

Inhalt

 

Die große Fortsetzung des internationalen Erfolgsromans »Der Bär und die Nachtigall«

Wasja hat es geschafft: Sie hat ihr Zuhause vor dem Untergang bewahrt, indem sie einen Pakt mit Väterchen Frost einging. Doch jeder Pakt hat seinen Preis, und nun muss Wasja bitter für die Hilfe des Winterdämons bezahlen. Als Hexe verschrien, wird sie aus dem Dorf gejagt und durchstreift fortan in Männerkleidung das riesige Zarenreich. Immer an ihrer Seite ist ihr geliebter Hengst Solowej, der schneller ist als der Wind. Als Wasja eines Tages eine berühmt-berüchtigte Räuberbande in die Flucht schlägt, ruft sie der Prinz an den Hof nach Moskau, wo sie als Held gefeiert wird. Schnell wird Wasja – dank der Ratschläge des Winterdämons – zur engsten Vertrauten des Prinzen. Doch niemand am Hof darf je erfahren, dass der tapfere Kämpfer aus dem klirrend kalten Norden eigentlich eine junge Frau ist ...

 

Meinung

 

Ein Jahr habe ich auf die Fortsetzung von „Der Bär und die Nachtigall“ gewartet, eigentlich ist das nicht sonderlich lang, aber bei diesem Buch fand ich die Wartezeit viel zu lang. Ich war am Ende des ersten Bandes so verliebt in diese magische und einfach mystische Geschichte, dass ich den Folgeband nicht erwarten konnte.

 

Zum Inhalt sage ich so viel, dass wir uns nicht mehr in Wasjas verschneiter Heimat befinden, sondern der Plot führt sie irgendwann nach Moskau. Und ich bin nicht sicher, ob es daran gelegen hat, aber ich habe hier den Zauber aus Band 1 vermisst. In meinem Fazit sagte ich, dass ich hohe Erwartungen an die Folgebände stelle, denn dieses dunkle Setting mit russischer Folklore war einfach nur genial. Und davon vermisste ich leider etwas in diesem zweiten Band, der in eine komplett andere Richtung geht.

 

Mir fehlen hier leider ein wenig die Worte – ich habe das Buch gern gelesen, aber: dieser Handlungsstrang mit der Verkleidung war nicht mein Fall, die Geister und Wächter aus der russischen Folklore kamen viel zu kurz und Wasja war nicht mehr die Protagonistin, die ich aus dem ersten Band kannte. Es war, als würde ich eine andere Geschichte lesen und nicht die der Wasja, die im ersten Band gegen den Bären gekämpft hat.

Trotzdem ist es aber nicht so, dass es mir gar nicht gefallen hätte...

Der Schreibstil von Katherine Arden ist weiterhin bildhaft und lädt zum Träumen ein, sie hat mich als Leser in die Handlung gezogen und auch die Beschreibungen von den zauberhaften und schneebedeckten Landschaften fand ich genial.

Die Charaktere sind gut erdacht, auch wenn ich wieder bei dem ein oder anderen etwas Tiefe vermisst habe. Die fantastischen Komponenten waren toll, aber es war mir einfach zu wenig.
Ich bin absolut zwiegespalten, einerseits habe ich „Das Mädchen und der Winterkönig“ gern gelesen, andererseits sind meine hohen Erwartungen nach Band 1 nicht erfüllt worden.

 

Fazit

 

Es ist ein Hin und Her - eigentlich fand ich „Das Mädchen und der Winterkönig“ gut, aber der Hauptstrang der Handlung hat mir nicht wirklich gefallen und Wasja, die mir im ersten Teil super gefallen hat, war irgendwie nur ein Schatten ihrer selbst. Wenn ich diese Fortsetzung mit dem ersten Band vergleiche, wurden meine Erwartungen nicht erfüllt, mir fehlte ganz klar viel von der Mystik aus dem ersten Band und die Fortsetzung ging in eine ganz andere Richtung als der Vorgänger. Alleinstehend betrachtet war es aber eine gute Geschichte für zwischendurch, die ich gern gelesen habe. Ich schwanke zwischen 3,5 und 4 Sternen. 

 

13.12.2020