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Rezension: Denn die Lüge bist du - C. C. Hunter

Werbung: Herzlichen Dank an den Verlag und NetGalley Deutschland für die Bereitstellung. 

 

Autor: C. C. Hunter

Verlag: Schneiderbuch (Verlagsgruppe Harper Collins)

Erschienen: 20. April 2021

Format: ebook
Seitenzahl: 384 Seiten
ISBN: 9783505144080

 

Verlagsseite | Amazon

 

(Tinas Rezension)

Inhalt

 

Wenn dein ganzes Leben eine Lüge ist: Traust du dich, sie aufzudecken?

Als die siebzehnjährige Chloe mit ihrer Mutter nach Joyful, Texas, zieht, ist ihr zunächst alles fremd. Doch es gibt auch Momente, in denen ihr ein Duft, ein Gefühl oder ein Ort seltsam vertraut vorkommen. Die Déjà-vus werden so extrem, dass sie schon glaubt, verrückt zu sein. Dann konfrontiert ausgerechnet der gefährliche, aber attraktive Cash sie mit einem Verdacht: Seine Pflegeeltern hatten eine Tochter, die mit drei Jahren entführt worden ist, und Chloe sieht ihr verdammt ähnlich. Kann es sein, dass ihr Leben auf einer Lüge fußt? Cash und Chloe machen sich auf die Suche nach der Wahrheit. Doch die Wahrheit kann tödlich sein …

Von der Autorin der Shadow-Falls-Camp-Reihe!

Ein perfekt aufgebauter psychologischer Thriller, verbunden mit einer heißen Liebesgeschichte!

 

Meinung

 

C. C. Hunter kenne ich noch von der Shadow Falls Camp Reihe, die ich sehr geliebt habe – klar war ich gespannt auf ihr neues Buch, welches diesmal keine Fantasy-Geschichte ist, sondern als psychologischer Thriller mit heißer Liebesgeschichte beschrieben wird. Ich fand die Liebesgeschichte jetzt nicht wirklich heiß und ich würde das Buch auch nicht als Thriller ansehen, trotzdem hat es mir gut gefallen. Genauer erkläre ich das aber im Folgenden.

 

Chloe und ihre Mutter sind in die Heimat ihrer Großmutter, Joyful, gezogen; ihre Eltern haben sich getrennt und ihr Vater lebt nun mit seiner neuen Freundin in Chloes altem Zuhause – die Wut auf ihn hat Chloe fest im Griff, und es scheint, als würde sich das ehemals sehr gute Vater-Tochter-Verhältnis immer mehr verschlechtern. Auch die Krankheit ihrer Mutter verstärkt ihre negativen Gefühle verständlicherweise noch.

Cash hat in verschiedenen Pflegefamilien gelebt und ist nun eigentlich in seiner letzten angekommen, sie lieben ihn wie ihren eigenen Sohn - auch wenn sie vor 15 Jahren ihre leibliche Tochter verloren haben, die mit drei entführt wurde, und die sie weiterhin nicht aufgeben wollen. Cash bleibt den Fullers gegenüber aber trotzdem distanziert, die traurigen Gründe werden im Verlauf der Geschichte aufgedeckt. Als Cash Chloe trifft, kommt ihm ein schrecklicher Verdacht.

 

Die Handlung wird aus der Sicht dieser beiden erzählt. Chloe erzählt in der ersten Person, was den Vorteil hatte, dass ich sie besser kennen lernen konnte, weil sie mich an ihren Gedanken und Gefühlen teilhaben ließ. Cashs Sicht wird in der dritten Person erzählt, was die Distanziertheit seiner Umwelt gegenüber noch mehr unterstreicht. Als Pflegekind muss sich Chash mit vielen Vorurteilen und der Voreingenommenheit der Menschen auseinandersetzen. Ich fand die beiden als Protagonisten sehr authentisch und auch alle anderen Charaktere fand ich gut gezeichnet und authentisch in ihren Handlungen, auch wenn ich das Verhalten von Chloes Mutter oft nicht nachvollziehen konnte.

 

Wie ich es von der Autorin gewohnt bin, ist der Schreibstil flüssig und klar und ließ mich nur so durch die Geschichte fliegen. Auch wenn die Spannung stellenweise abflaute, weil einige Dinge und Situationen zu detailliert beschrieben wurden, hielt mich das nicht davon ab, die Geschichte immer weiter zu verfolgen. Die Frage, ob Chloe tatsächlich Emily – die verschwundene Tochter der Fullers – ist, schwebt über der gesamten Geschichte und lässt einen nicht kalt. Trotzdem wurden manche Abläufe und Handlungen zu einfach und zu leicht aufgelöst, bzw. ist vieles einfach zu glatt gegangen. Dies sind aber nur zwei minimale Kritikpunkte, die das Lesevergnügen nicht sehr beeinträchtigt haben.

 

Ich empfinde „Denn die Lüge bist Du“ aber absolut nicht als Thriller, dafür fehlte die durchgängige Spannung, die Geschichte war einfach zu ruhig und ich würde es deswegen eher als (Familien-)Drama beschreiben. Und auch die Liebesgeschichte ist nicht heiß, sondern eher süß, vorsichtig und absolut unaufdringlich.

 

Fazit

 

Interessantes Drama um die Identitätssuche und die erste Liebe, welches sich auch mit Vorurteilen gegenüber Pflegekindern auseinandersetzt. Ich würde es jetzt nicht als Thriller bezeichnen, trotzdem hat es mir gut gefallen und ich habe Chloe auf ihrer Suche nach der Wahrheit gern begleitet. Auch wenn vieles einfach zu „glatt“ vonstattenging und offensichtlich war, übte die Geschichte trotzdem einen Sog auf mich aus, da ich unbedingt wissen musste, ob Cashs und Chloes Verdacht sich bestätigt oder nicht. 4/5 Sterne, ich gebe gern eine Leseempfehlung.

 

24.05.2021