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»Nichtalltägliches aus dem Leben eines Beamten« und »Einladung zum Klassentreffen«, Zwei Theaterstücke | Martin Schörle

Werbung: Herzlichen Dank an den Autor für die Bereitstellung. 

 

Autor: Martin Schörle
Verlag: Engelsdorfer Verlag
Erschienen: 06. Dezember 2016
Format: Taschenbuch

 

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(Tinas Rezi)

Inhalt

 

Der kabaretteske Monolog »Nichtalltägliches aus dem Leben eines Beamten« beschert dem geneigten Leser Einblicke in das Leben des Vollblutverwaltungsgenies Hans Fredenbek, der sich in seinem ganz eigenen Gedankengewirr aus Aktenzeichen, Dienstverordnungen, statistischen Erhebungen zusehends verheddert. Es wird deutlich, dass er sich von dem Leben jenseits seines Büros nahezu völlig verabschiedet hat. Vor allem aber wird schonungslos aufgedeckt, dass es zwischen Slapstick und Tragik eine Nahtstelle gibt. Und dass diese Nahtstelle einen Namen hat. Und dass dieser Name Hans Fredenbek ist. Mit einer Lesung aus seinem Stück war Schörle 2008 beim Autorenwettbewerb »Perlen vor die Säue« im Literaturhaus Hamburg erfolgreich (2. Platz von acht Finalteilnehmern aus insgesamt rund 100 eingereichten Beiträgen). Das Stück wurde außerdem im Rahmen der »Hamburger Theaternacht« als offizieller Beitrag des Hamburger Sprechwerks von »Caveman« Erik Schäffler auszugsweise gelesen. -

»Einladung zum Klassentreffen« In ihrer Schulzeit hatten Marina und Carsten eine Liebesbeziehung. Nach 20 Jahren soll ein Klassentreffen stattfinden. So meldet sich Carsten, einer der Initiatoren, auch bei Marina, deren Leben nach Schicksalsschlägen zeitweilig aus den Fugen geraten war. Die gemeinsame innige Zeit ist für sie längst Vergangenheit, ein Früher. Aber an Carstens Gefühlen hat sich anscheinend nichts geändert. Sein Anruf weckt auch bei Marina Erinnerungen. Das unverfänglich begonnene Telefonat führt beide in ein Wechselbad der Gefühle ... Inhaltlich eine Liebesgeschichte wagt das Stück den Spagat zwischen Komik & Tragik, Lachen & Weinen. »Einladung zum Klassentreffen« wurde vom Publikum beim Wettbewerb »Stücke Schießen - Neue Dramatik. Neue Autoren. Neue Theatertexte« der Theaterliga zum Gewinnertext gekürt und erreichte bei der Spielplanwahl 2012/2013 des Thalia Theaters Hamburg den 8. Platz.

 

Meinung

 

»Nichtalltägliches aus dem Leben eines Beamten«

Ich muss zugeben, dass ich mit diesem Theaterstück nicht warm geworden bin.

Herr Hans Fredenbek hält hier seinen Monolog über seinen Beruf und die Eigenheiten und zeigt uns an vielen Beispielen, wie sehr er eigentlich mit seinem Beruf verheiratet ist. Aber mein Fall war es einfach gar nicht, vielleicht ist es einfach nicht mein Genre oder ich bin nicht intellektuell genug oder das Stück und ich passen einfach nicht zusammen.

Der Autor hatte mich vorgewarnt, dass es hier viele verschachtelte Sätze geben kann - aber das war gar nicht mein Problem, ich fand es eher schwierig, weil alles mit wenig Absätzen in einem ellenlangen Text geschrieben wurde. Das hat den Lesefluss etwas gestört und ich konnte noch weniger dran bleiben. Ich hatte einfach überhaupt keine Lust dem Beamten bei seinem ellenlangen Monolog zu folgen, auch wenn er einen das ein oder andere Mal schmunzeln lässt.

 

»Einladung zum Klassentreffen«

Dieses Stück hat mir dafür um so besser gefallen. Ich muss sagen, ich habe es gefühlt weggeatmet.
Der Leser - bzw. Theaterbesucher - wird hier Zeuge eines Telefonats zwischen zwei früheren Schulfreunden. "Er" ruft "Sie" an und lädt sie zu einem Klassentreffen nach 20 Jahren ein. Und es ist einfach richtig schön und emotional, wie die beiden, die wohl früher ein wenig mehr als Freunde waren miteinander in Erinnerungen schwelgen, aber auch - jeder für sich selbst und miteinander - die Vergangenheit und die Zeit bis zum Anruf analysieren und bewerten / überdenken.
 
ALLE Charaktere fand ich wirklich toll und auch die Geschichte, auch wenn sie sehr kurz war, hat mein Herz irgendwie erwärmt und mich komplett eintauchen lassen. Auf wenigen Seiten hat Martin Schörle es geschafft, mich komplett mitzureißen und vor allem habe ich das Gefühl gehabt, im Theatersaal zu sitzen und diesem Schauspiel beizuwohnen. Auch der Humor kommt hier nicht zu kurz.
 

Fazit

 

Das zweite Theaterstück hat mir sehr viel besser gefallen, aber das ist wohl einfach nur Geschmackssache. Wer Theaterstücke mag, kommt hier voll auf seine Kosten und auch alle anderen sollten diesem Buch ein wenig mehr Aufmerksamkeit schenken.