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Rezension: Penelope - Wolfsköder | Theresa Sperling

Werbung: Herzlichen Dank an den Verlag für die Bereitstellung. 

 

Autor: Theresa Sperling
Verlag: Drachenmond Verlag
Erschienen: 6. November 2017
Format: ebook

 

Verlagsseite | Amazon

 

(Tinas Rezi)

Inhalt

 

Es ist, als wäre irgendwo da draußen jemand, für den ich das alles aufschreibe. Du bist da draußen. Du wirst lesen, was ich geschrieben habe. Du wirst mich verstehen, mit mir fühlen, mit mir kämpfen, dich um mich sorgen. Es fühlt sich an, als würdest du mir zuhören. Hör mich an und mach, dass es dich gibt, denn sonst bin ich verloren.«


Penelope arbeitet als verdeckte Ermittlerin für das Geheime Jugendeinsatzkommando (GJK), das an Minderjährigen verübte Schwerverbrechen aufklärt. Vom GJK zum Kämpfen und Töten abgerichtet und als ehrgeizige Fahrradkurierin getarnt, folgt Penelope der Spur einer verschwundenen Berliner Schülerin. Niemand weiß, ob die Vermisste noch lebt, weil sie vermutlich einem Serienmörder zum Opfer gefallen ist. Penelope muss den Mörder ködern und überführen, bevor weitere Mädchen sterben. Und je tiefer Penelope sich in die Welt aus Lügen und Verbrechen verstrickt, desto gefährlicher wird es, sich jemandem anzuvertrauen, Freunde zu finden, sich zu verlieben …

Meinung

 

Cover und Klappentext haben mich richtig neugierig auf das Buch gemacht und ich habe einen wunderbaren und absolut einzigartigen Jugendthriller genießen dürfen. 

Penelope ist mit ihrer psychisch labilen Mutter allein aufgewachsen, ihr Vater hat sie früh verlassen. Irgendwann wird sie vom GJK rekrutiert und soll fortan einen Lockvogel für Serientäter spielen. Mehr zum Inhalt will ich nicht erzählen, der Klappentext verrät einiges und ich denke, Ihr solltet dieses Buch einfach selber lesen. 

Die Charaktere haben mir wirklich gut gefallen, Penelope als Protagonistin fand ich unglaublich stark und trotz der krassen Umgebung unglaublich authentisch. Ihre Mutter ist ein Fall für sich und ich hätte sie gern manchmal einfach nur geschüttelt, weil sie so in ihrer eigenen Welt versinkt und Penelope dadurch auf sich allein gestellt ist. Penelopes Ausbildung beim GJK hat mich oft angewidert und ich an ihrer Stelle hätte nicht so lang durchgehalten. Sie ist psychisch erstaunlich gefestigt, trotz dieser Ausbildung, dem Wahnsinn, dem sie sich dadurch stellen muss, und ihrer familiären Verhältnisse. 
Die Familie des Dönerladen ist einfach toll, die drei sind absolut herzensgute Menschen, manchmal kam es mir etwas unwirklich und kitschig vor, aber ich habe sie trotzdem in mein Herz geschlossen und habe mich beim Lesen einfach gefreut, dass sie Penelope so gut tun. Penelopes Leben und auch ihre Entwicklung haben mich einfach bewegt und ich habe sie, trotz allem, sehr gern begleitet. 

Der Schreibstil der Autorin ist für mich außergewöhnlich und einfach nur wunderbar. Ich finde, man merkt, dass sie völlig verdient an Poetry Slam Meisterschaften teilnimmt. Ihre Worte haben mich bewegt und einfach abgeholt, ich habe an ihren - imaginären - Lippen gehangen und habe das Buch innerhalb von zwei Tagen verschlungen... und dann direkt mit Band 2 weitergemacht. 
Sie beschreibt diese außergewöhnliche Handlung und die noch außergewöhnlichere Protagonistin, in den zwei Welten, in denen sie sich bewegt, absolut eindrucksvoll.
 

Fazit

 

Ein Jugendthriller, den ich so nicht erwartet habe. Der Schreibstil von Theresa Sperling ist einfach der Hammer. Die Story ist für mich einzigartig und die perfekt gezeichneten Charaktere fügen sich nahtlos ein. Ein wahnsinnig gutes Jugendbuch, welches mich auch nach dem Lesen nicht loslässt. Zum Glück gibt es eine Fortsetzung. 

 

06.09.2020