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Rezension: Secret Runners: Das Spiel der Mächtigen | Rus Melgo

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Autor: Rus Melgo
Verlag: SP 
Erschienen: 12. Dezember 2020
Format: ebook

ASIN: B08QFW2PRW
Seitenzahl Print: 248 Seiten

 

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(Tinas Rezension)

Inhalt

 

Eine unterirdische Welt voller Luxus prägt das Leben junger Frauen, die verschleppt wurden, um in dekadenten Spektakeln als Wettläuferinnen zu dienen. Gewährt wird ihnen dieses Leben aber nur, solange sie funktionieren und laufen, laufen, laufen … Bis zu dem Tag, da eine von ihnen etwas findet, das auch die Mächtigsten ihr nicht nehmen können.

Meinung

 

Ich war extrem gespannt auf dieses Buch; nachdem Rus Melgo es uns vorgestellt hat, habe ich es mir direkt über KU (Kindle Unlimited) heruntergeladen. Und ich muss sagen, dass es mir einiges abverlangt hat, ich aber froh bin, es beendet zu haben.

 

Im Debüt von Rus Melgo geht es um das Mädchen Kristin, welches aus ihrer Heimatstadt entführt wird und fortan wie eine Zuchstute in einem unterirdischen Riesenkomplex gefangen gehalten wird. Hier lebt sie in einer Box, wie ihr kleines Zimmer genannt wird, muss Rennen gewinnen und wird wie eine edle Stute reichen Männern vorgeführt. Die Sultane, denen die verschiedenen Mädchen gehören, verfügen komplett über sie und ihren Körper und scheuen auch nicht davor zurück, die Mädchen nach ihren Vorstellungen zu gestalten.

 

Vorab muss ich sagen, dass mir der Schreibstil richtig gut gefällt, er ist einnehmend und absolut angenehm und flüssig zu lesen. Für einen Debütroman finde ich das absolut genial, da habe ich nun schon wirklich anderes gelesen. Dieser Schreibstil schaffte es auch, mich an die Geschichte zu fesseln und auch nach einer Unterbrechung unbedingt weiterlesen zu wollen. Denn:

 

Die Handlung war spannend, meist gut durchdacht und ich konnte richtig mitfiebern, auch wenn mir dieses ganze Konstrukt teilweise richtig abstrus vorkam, weil die Mädchen einfach so absolut krank behandelt wurden.

Die Charaktere waren für mich eigentlich authentisch und gut kreiert. Kristin hat für mich ihre Situation zu gut und zu schnell angenommen, aber wer weiß, womit die Mädchen noch gefügig gemacht wurden, das wurde hier nicht immer klar.

Vor allem in der zweiten Hälfte fand ich das Geschehen zu schnell abgehandelt, da hätte Rus sich gut und gern noch etwas Zeit lassen können und weiter auf Kristins Gedankenwelt und auf den weiteren Verlauf eingehen können, so kam es mir etwas wie in einem Zeitraffer vor.

 

An manchen Stellen fand ich die Sprache etwas zu krass gewählt, deswegen muss ich gestehen, dass ich irgendwann einfach das Buch unterbrechen musste. Es mag daran liegen, dass ich in der momentanen Situation einfach etwas dünnhäutig bin und mir diese bizarre „Parallelwelt“ in die Kristin da verschleppt wurde, einfach zu viel war. Denn ihre Wortwahl den Entführern gegenüber kam mir anfangs etwas zu hassgeprägt herüber, was ich aber im Nachhinein auf Kristins momentane Situation schiebe... denn wahrscheinlich würde man seine Entführer gedanklich auf die schlimmste Weise beschimpfen, auch wenn sie nicht arabischer Herkunft wären.

 

Fazit

 

Ein sehr bewegendes Buch, wobei ich die Handlung teilweise sehr skurril fand und mir gewünscht hätte, dass gerade in der zweiten Hälfte mehr Inhalt, mehr Gefühle und mehr Erklärungen da gewesen wären. So hatte ich das Gefühl eines Zeitraffers, mit dessen Hilfe die Geschichte sehr schnell zu Ende erzählt wurde. Nichts für zartbesaitete Gemüter - nicht, dass es extrem blutig oder brutal wäre, aber das, womit die Protagonistin und die anderen Mädchen konfrontiert werden, ist schon irgendwie krank. Aber man weiß ja nie, auf was für Ideen Menschen in der Realität so kommen....

Ich gebe 3,5 von 5 Sternen – Die Grundidee fand ich gut, die Umsetzung eigentlich auch und ich bin gespannt, was wir von Rus Melgo noch erwarten können, den Schreibstil fand ich schon mal richtig, richtig gut!

 

20.01.2021