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Rezension: Töchter der Freiheit | Theresa Jeßberger

Herzlichen Dank an den Verlag und NetGalley Deutschland für die Bereitstellung. 

Autor: Theresa Jeßberger
Verlag: FISCHER Kinder- und Jugendtaschenbuch

Erschienen: 24. Juni 2020
Format: ebook

 

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(Tinas Rezi)

Inhalt

 

Die größten Liebesgeschichten werden mit Blut geschrieben!

Schöne Kleider tragen und lächeln – das ist alles, was Elodeas Leben noch ausmacht. Denn Elodea war Teil einer Widerstandsgruppe aus Studentinnen, die sich gegen die Tyrannenherrschaft in Avendúr gewehrt hat und deren Mitglieder nun getrennt voneinander an den Adelshöfen des Landes auf Linie gebracht werden sollen. Doch plötzlich bekommen sie eine neue Chance, für ihre Ideen zu kämpfen.
Gleichzeitig suchen auch andere im Kampf der Ideologien ihren Weg: Avian, der von seinem Vater in das Amt des Vorsitzenden der Kirche gezwungen wurde, obwohl er als Atheist nichts vom Glauben hält, unterstützt aus Angst um seine Familie die Herrschenden und wird dafür von seiner Schwester verachtet. Lyonel, der verschollene Bruder der Königin, der aufgrund einer Behinderung von seiner Familie versteckt wurde, will sich mithilfe der Rebellen im Untergrund seinen Thron zurückerobern. Isobel, die als Gräfin in den Adelsstand geboren wurde, im Herzen aber eigentlich Demokratin ist, schmiedet heimlich Bündnisse für einen Umsturz.
Während Avendúrs psychisch labile Königin unbeirrbar ihre Ideologie der Herrschaft des Stärkeren verfolgt und das Land in einen Krieg führen will, verstricken sich die Rebellen immer mehr in einem Netz aus Schuld, Lüge und Verrat. Sie müssen sich entscheiden: Sind sie bereit, für ihre Ideale zu sterben?

Meinung:

 

Ich habe sofort in das Buch hineingefunden - anfangs konnte ich gar nicht mit dem Lesen aufhören, aber nach und nach hat sich die Geschichte immer mehr in die Länge gezogen. Das hat mich aber glücklicherweise nicht vom Weiterlesen abgehalten.
 
Die Protagonisten sind die Töchter der Freiheit oder Aurenen, wie sie sich nennen. Sie sind eine Gruppe von Frauen um die Magierin Loreba und ihre Schülerin Elodea. Wir erleben hier eine mittelalterlich angehauchte High-Fantasy Welt, in der im Land Avendúr eine halb wahnsinnige Königin herrscht und ihr Volk unterdrückt. Die Aurenen kämpfen darum, dem Volk seine Freiheit wiederzugeben.
 
Der Anfang ist wahnsinnig spannend und ich war sofort von den Ereignissen gefesselt. Der Schreibstil ist leicht und flüssig zu lesen und lässt die Seiten anfangs nur so davon fliegen. Die Idee, wie hier die Magie wirkt und gewirkt wird und auch das Thema, wie und ob ein Land von der Monarchie zur Demokratie findet, haben mich in ihren Bann gezogen.
 
Auch die Charaktere sind allesamt authentisch, sie sind alle mit ihren Vergangenheiten und Eigenarten wunderbar gezeichnet und manche Beweggründe kristallisierten sich erst im Laufe der Geschichte heraus. Alles in allem ist Töchter der Freiheit also eine gelungene High-Fantasy-Story.
Trotzdem habe ich einige Kritikpunkte:
Ich hatte ungefährt ab der Hälfte des Buchs oft das Gefühl, dass Szenen und Situationen unnötig in die Länge gezogen wurden - vieles war einfach zu detailliert beschrieben und ich habe mich manchmal dabei ertappt, die ein oder andere Seite zu überblättern.
 
Außerdem war mir alles etwas zu romantisiert, denn die Essenz jedes Konflikts und wohl auch des Buchs ist, dass die Liebe die Lösung für alles ist. Das war mir stellenweise einfach zu viel und klischeehaft.
 
Trotzdem habe ich mich wirklich gut unterhalten gefühlt, habe mitgefiebert und an der ein oder andere Stelle sogar ein Tränchen verdrückt.

 

Fazit:

 

Für mich eine tolle High-Fantasy Geschichte, aber mit einigen Klischees und dem ein oder anderen Kritikpunkt meinerseits. Ein interessantes Setting, authentische Charaktere und ein angenehmer Schreibstil haben mich trotzdem gut unterhalten.

 

25.07.2020